Staublog

Transitvisum (Russland) 13.09 - 22.09.2014

 

Sehr gut habe ich in der vergangenen Nacht nicht geschlafen, denn heute sollte ja das Visum für Russland beantragt werden. In meinen Gedanken habe ich schon gespielt ans kaspische Meer zu fahren, und von Aktau (Kazachstan) nach Baku (Azerbaijan) mit der Fähre überzusetzen. Auf dem Landweg dann nach Georgien und über die Türkei weiter Richtung Europa... 

Doch heute lieg alles prima, die Leute in dem Botschaftsgebäude waren sehr nett und hilfsbereit. Meine Papiere hatte ich alles zusammen, nur die Reiseroute hatte ich nicht ausreichend angegeben. Dieses wurde dann nachgetragen: Es geht über Saratov, Voronezh, Brjansk, Smolensk weiter nördlich nach Nevel und schließlich der Eintritt nach Europa in Lettland. Für diese Zeit habe ich 10 Tage veranschlagt, gern wollte ich vom 15. bis 24.09. 2014 reisen, doch das wurde dann verschoben. Zwei Tage früher werde ich also reisen können - wie oben im Titel beschrieben wird mein Visum eine Gültigkeit vom 13. - 22.09. bekommen.

Nun am Donnerstag bereits darf ich es in der Botschaft abholen. Ich freue mich das alles ohne Komplikationen verlaufen ist. Jetzt kann ich mich auf meine Wäsche, das Auto und das Aufräumen konzentrieren. Gestern habe ich bereits Wasser gebunkert, das ich auch nicht so einfach hier mitten in der Stadt. Wenn ihr fragen oder Anregungen habt, bitte in den Kommentar schreiben...

6 Kommentare 9.9.14 09:09, kommentieren

Uralsk - OPAL

 

Was hat sich in der Zwischenzeit ereignet...

Also, nachdem eine Notreparatur mit gebrauchten Teilen in Tallas (Kirgistan) durchgeführt wurde habe ich mich auf den Weg nach Taras in Kazachstan gemacht. Die Strecke hat das Auto auch gut mitgemacht. In Taras habe ich dann nochmal das Öl in der Hinterachse gewechselt, damit die kleinen Spänen des kaputten Kegellagers aus dem öl kommen. Dann ging es weiter nach Westen,  Richtung Shimkent. Von Shimkent bin ich dann nach Norden Richtung Turkistan gefahren. In der Stadt habe ich versucht einen Stellplatz zu  finden, vielleicht nochmal das Öl in der Achse wechseln. Die Stadt hatte viele neue Gebäude und Hotels. Man konnte die Türkische Flagge an einigen sehr großen Hotels erkennen. Als Polizeiwagen wurde nicht wie gewohnt Lada, sondern ein schöner Mercedes gefahren. Jedoch als ich mir etwas zu essen kaufen wollte bekam ich gleich einen Schrecken, was sie an der Straße für Preise haben wollten - fühlte ich mich doch gleich über das Ohr gehauen und bin ohne etwas zu essen weitergefahren. Etwas 30 Kilometer hinter der Stadt kaufte ich mir dann an der Straße eine Melone die dann auch meinen Hunger stillte. Anschließed suchte ich mir einen Schlafplatz und legte mich dann auch gleich schlafen. Als plötzlich ein junger Mann namens Mischa, dort stand und mich begrüßte. Wir haben uns dann doch noch ein wenig unterhalten, Melone gegessen und Tee getrunken. Am nächsten Morgen kam ein Lada, mit 2 jungen Männern die mir helfen wollten - mit meiner Achse. Sie wollten einen Meister hinzuziehen, der sich mein Auto ansieht. Der Dienst für das Meister holen und wieder nach Hause fahren sollte mich 100 Dollar kosten. Darauf habe ich dann verzichtet und bin weitergefahren. Immer weiter Richtung Norden nach Aktöbe. Aktöbe ist die letzte Stadt Richtung Orenburg, welches schon in Russland liegt.

Ca. 70 Kilometer vor Aktöbe ist mir dann ein Reifen zerborsten, den musste ich dann wechseln. Man gut ich hatte einen nagelneuen Reservereifen mit. Als ich den Reifen wechseln wollte habe ich gesehen das die Dichtung an der linken Seite Hinten, nicht gehalten hat und das Öl aus der Achse lief. So musste ich schnell einen Mechniker mit Werkzeug und vor allem das passende  Öl finden, um die Repartur durchzuführen. Nach einem Tag Suche und mindestens 5 Unbrauchbaren "Werkstätten" habe ich dann einen Mechaniker gefunden der seinen Beruf lebt. Nachdem er die Achse auf der linken Seite gezogen hatte konnte man erkennen das die alte, defekte Dichtung noch nicht entfernt wurde - dies war dann der Grund für den Ölverlust.

So konnte ich dann meine Fahrt fortsetzen, Richtung Russland. An der Kasachischen Grenze angekommen, wurde ich kontrolliert meine Papiere gestempelt und es konnte weiter gehen zur russischen Seite. Auch dort wurde ich, freundlich kontrolliert. An der letzten Schranke, fiel dem Beamten auf das mein Pass noch nicht gestempelt und kontrolliert wurde. Also musste ich zurück, um das erledigen zu lassen. Dort wurde dann festgestellt, mein Visum ist bereits abgelaufen. Das wusste ich ja bereits und habe dieses auch an der Kigisisch - Kazachischen Grenze angezeigt. Auch habe ich dort gefragt was ich nun machen kann. Der Beamte (ein hoher Beamter) ohne Uniform, mit eigenem Büro, sagt zu mir: Er würde es prüfen ich sollte mich gedulden. Nach ca. einer halben Stunde kam er wieder in Begleitung eines deutsch sprechen Mannes. Der sagte mir mit dem Schreiben das sie mir ausgestellte habe - könne ich ohne Probleme nach Russland einreisen - Ich hätte ja ein Visum für Kasachstan, welches gültig ist und auch eines für Russland. Das Russlandvisum ist lediglich abgelaufen, dennoch gültig. Da ich Schwierigkeiten mit meinem Auto hatte könne es jeder nachvollziehen.

Nun an der russischen Grenze, sah man das ganz anders. Die Beamten waren sehr freundlich jedoch bestimmt. Ohne gültiges Visum kein Eintritt nach Russland. Es kommt noch besser: Nicht das ich nach Aktöbe zurückfahren muss, um ein Visum zu erhalten - nein nach Uralsk soll ich nun fahren. Denn nur hier in Uralsk könne man mir ein Visum ausstellen. Die Botschaft in Uralsk hat 2 Tage die Woche geöffnet (Di + DO). Antrag für das Visum ist online zu stellen und ausdrucken kann es auch niemand. Also erstmal auf die Suche nach einer Möglichkeit den Antrag auszudrucken. 3 Stunden habe ich bei einer großen Telefongesellschaft gesessen bis diese mir den Antrag ausgedruckt haben. Jetzt warte ich auf Dienstag um meinem Transitvisaantrag zu stellen zu dürfen.

  

1 Kommentar 7.9.14 05:58, kommentieren