Staublog

Zeitverschiebung

 

15.09.2014

Das Stück von  Taskalinskiy rayon in Kasachstan bis an die Grenze war wie erwartet ebenfalls mit Löchern in der Straße und starken Spurrinnen. Es galt nun zu warten bis es 0:00 Uhr war und ich die Ausreise aus Kasachstan wagen konnte. 

Prima war das ich selbst kurz vor der Grenz noch Internet nutzen konnte. Zwar sehr schlecht mit häufigen abbrechen aber es war möglich dieses zu nutzen. Voller Erwartung ob das Internet auf der anderen Seite noch funktionieren würde, machte ich mich daran das Auto aufzuräumen und die Scheiben zu putzen. Ab 0:00 Uhr ging es dann in der Dunkelheit los an die Grenze. Die Kontrollen waren wie immer sehr freundlich und dauerten ca. 1/2 Stunde - dann war ich aus Kasachstan raus und begab mich zur russischen Seite. Ich wunderte mich das alles dunkel war und ein Auto vor der Schranke stand. Plötzlich kam ein Beamter auf mich zu und wollte meien Papiere sehen. Dann verschwand er in der Dunkelheit, kam aber kurze Zeit später in Begleitung einer zweiten Person wieder. Diese kam direkt auf mich zu und umarmte mich! Es war Oleg, der mit seiner Tante in dem Geländewagen saß und auch nicht einreisen durfte. Er klärte mich auf das wir noch 2 Stunden warten müssten da hier an der Grenze moskauer Zeit gilt. Unsere Visa sind also erst in zwei Stunden gültig, dann erst könnten wir einreisen. Wir verbrachten also erneut einige Stunden an der Grenze, saßen nun zu dritt in meinem Auto und unterhielten uns über Gott und die Welt.

Dann ging es endlich los - die Kontrolle war dieses Mal etwas aufwendiger. Ich musste auf die LKW Spur. Mein Auto wurde von oben, unten, hinten, vorne und innen kontrolliert. Jedoch hatte ich nichts zu befürchten, denn ich hatte vorher aufgeräumt, so war alles gut einzusehen. Nach der gründlichen Kontrolle,  konnte ich mit einem freundlichen: "do svidaniya" meine Fahrt fortsetzen. HInter der Grenze musste ich 5 Kilometer fahren ohne anzuhalten, so wurde mir aufgetragen. War nicht so einfach, denn ich musste schon vor einer Stunde dringend aufs Häuschen. Die Straßen waren wieder huppelig so dass meine Blase nach Entlastung schrie. Ohne Wasserschaden also nach ca. 5 Km raus aus der Karre...

Das Internet hat mit der kasachischen SIM-Karte auf dem russischen Gebiet nicht laufen wollen. Naja gedacht habe ich es mir ja auch schon. So bin ich dann weiter durch die Nacht gefahren. Übrigens war es nach der Grenze etwas unglücklich mit der Wegbeschilderung, ich dachte ich hätte mich verfahren. So hielt ich in der Nacht 3x ein Auto an, um nach dem richtigen Weg zu fragen. Als ich mit sleva (links) und na pravoy (reichts) dann ins Einvernehmen kam, konnte ich meine Fahrt dann auch Richtung Saratov fortsetzen.  

Sehr lecker waren übrigens die Nektarinen und riesen Pflaumen die ich mir aus Kaschachtan mitgenommen habe - hätte ich mehr von kaufen sollen. 

21.9.14 19:29, kommentieren

Russlandvisum erhalten :-)

 

12.09.2014

Gestern war es nun soweit, ich konnte mein Russlandvisum entgegennehmen. Das Visum hat eine Gültigkeit von 10 Tagen, vom 13. - 22.09.2014. Beim Warten im Konsulat habe ich einen Kasachen, russischer Abstammung, kennengelernt. Sein Name ist: Oleg, er wohnt in Berlin und hat seine Eltern im osten Kasachstans besucht. Wir haben uns nett unterhalten als wir gemeinsam auf unsere Transitvisen für Russland wartet. Oleg hat es erstaunt, als ich ihm erzählt habe das ich allein mit einem Wohnmobil unterwegs sei. Das sei ein großer Traum von ihm, in einem Wohnmobil mit allem Komfort durch die Welt zu reisen. 

Später, nachdem wir unsere Visa erhalten haben, bot ich ihm an sich mein kleines Mobil anzusehen. Deutlich war Oleg aus dem Gesicht  zu lesen, unter einem Wohnmobil hatte er sich etwas ganz anderes vorgestellt hat. Glaube er dachte mehr an die über huntert Tausend Euro Liga. Macht aber nichts, denn nicht Oleg soll mit meinem kleinen Daimler fahren, sondern ich. An dieser Stelle möchte ich schreiben, dass ich sehr mit dem betagten Fahrzeug zufrieden bin. Trotz der kleinen Reparaturen, läuft der Bus prima!

Jetzt bin ich schon ein kleines Stück weiter Richtung Westen gefahren. Von Uralsk (OPAL) ca. 71 Kilometer. Die Strecke ist eine Zumutung für Maschine und Fahrer. Es ist zwar Teer auf der Straße doch diese ist mit Kratern und Wellen so durchzogen, das man ständig ausweichen muss. Das Fahren schneller als 30 Km/h ist nicht nicht möglich. Versucht man es dennoch und übersieht dabei ein Loch in der Straße dann springt die Hinterachse mal kurz so heftig das die Ladung einen erheblichen Satz macht. Das macht man genau 2x dann fährt man freiwillig 15 km/h.  

In einer kleinen Stadt namens: Taskalinskiy rayon habe ich die Nacht verbracht. Mein letztes Geld habe ich in einem kleinen Cafe für ein Gericht (Nudel gefüllt mit Hackfleisch) dazu Mayonaise und Brot ausgegeben. Zusammen habe ich für das Essen, dazu eine Flasche Limonade 1200 Tenge bezahlt. Ca 5 Euro ein stolzer Preis für kasachische Verhältnisse. Normal ist für diese Speise die Hälfte des geforderten Preises. Als Beispiel, ein Kastenweissbrot kostet 75 Tenge, im regionalen Handel.  Das Cafe liegt am Ortsausgang auf der linken Seite, in einer kleinen Talsenke.

Nach Russland darf ich erst am 13.09. einreisen. Daher werde ich in Taskalinskiy rayon noch etwas bleiben. Hier funktioniert das Internet mit meinem Beelinestick noch gut. Leider weiss ich nicht ob dieses auch auf der russischen Seite mit dem Stick funktioniern wird, darum nutze ich die Zeit doch lieber hier noch ein bisschen zum Schreiben. Heute Abend habe ich mir vorgenommen mich an die Grenze zu stellen, um Gegen 0:00 Uhr die Grenze zu passieren. So habe ich die Zeit voll ausgenutzt, denn ich weiss nicht wie die Zustände der Straßen sind.

Hier unten werde ich versuchen ein Bild von dem  Kosulat in Uralsk hochzuladen...

5 Kommentare 12.9.14 07:28, kommentieren